Shenzhen, China
Auf Einladung von Daisy Jiang hatten wir während unserer Reise durch China die Gelegenheit, Marstek Energy in Shenzhen ausführlich zu besichtigen. An zwei Tagen besuchten wir sowohl die neue Unternehmenszentrale als auch die Produktionsstätten, in denen die Energiespeichersysteme von Marstek hergestellt werden.
Für Off Grid Power Station bot sich hier eine interessante Gelegenheit, über das Endprodukt hinauszuschauen. Wir konnten mit eigenen Augen sehen, wie Marstek seine Organisation und Produktion weiter ausbaut und welche neuen Heimbatterien das Unternehmen für die kommende Zeit entwickelt hat.
Ein Besuch in der neuen Unternehmenszentrale
Der erste Tag stand ganz im Zeichen der brandneuen Unternehmenszentrale von Marstek Energy in Shenzhen.
Hier erhielten wir eine ausführliche Präsentation über die Entwicklung des Unternehmens, die Strategie für die kommenden Jahre und die Pläne für verschiedene internationale Märkte.
Der Markt für Heimakkus wächst rasch, und Europa spielt dabei eine wichtige Rolle. Vor allem die Nachfrage nach einfach einsetzbaren Energiespeichern hat in letzter Zeit stark zugenommen.
Verbraucher möchten mehr von ihrem eigenen Solarstrom nutzen, weniger auf die Einspeisung angewiesen sein und ihren Energieverbrauch intelligenter steuern können. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Systemen, die sich bei veränderten Energiebedürfnissen problemlos erweitern lassen.
Diese Entwicklungen spielen eine wichtige Rolle in der Produktstrategie von Marstek.
Wo der Marstek Venus E hergestellt wird
Am zweiten Tag verließen wir die Zentrale und begaben uns zum Produktionsstandort.
Dort konnten wir unter anderem aus nächster Nähe beobachten, wie die bekannte Marstek Venus E hergestellt wird.
Es war interessant, den gesamten Herstellungsprozess einer Heimspeicherbatterie zu verfolgen – von den einzelnen Komponenten über die Montage bis hin zu Kontrollen und verschiedenen Tests, bevor ein System schließlich das Werk verlassen darf.
Für uns ist dieses Wissen wichtig. Wenn wir eine Heim-Batterie empfehlen oder verkaufen, achten wir selbstverständlich auf Aspekte wie Batteriekapazität, Lade- und Entladeleistung, Software und Anschlussmöglichkeiten. Ein Werksbesuch vermittelt darüber hinaus Einblicke in die Produktion und Qualitätskontrolle, die hinter dem Endprodukt stehen.
Drei neue Marstek-Heimbatterien
Einer der Höhepunkte unseres Besuchs war die Gelegenheit, bereits einen ersten Einblick in drei neue Produkte der Venus-Serie zu gewinnen.
Marstek erweitert sein Sortiment um die Venus E Mini mit einer Batteriekapazität von 2 kWh, die Venus E 4.0 mit einer Batteriekapazität von 5 kWh und die deutlich größere Venus E MAX mit einer Speicherkapazität von 10 kWh.
Damit richtet sich Marstek eindeutig an unterschiedliche Anwendungssituationen.
Die kompakte Venus E Mini richtet sich an Haushalte mit einem relativ geringen Speicherbedarf oder an Nutzer, die auf einfache Weise in die Energiespeicherung einsteigen möchten.
Die Venus E 4.0 baut auf dem Konzept der bestehenden Venus E auf und kombiniert eine Kapazität von 5 kWh mit den neuesten Entwicklungen von Marstek.
Am anderen Ende des Sortiments steht die Venus E MAX. Mit einer Batteriekapazität von 10 kWh richtet sich dieses Modell an Situationen, in denen deutlich mehr Energie gespeichert werden muss.
Von 2 bis 10 kWh
Gerade diese Erweiterung fanden wir interessant.
Es gibt nämlich keine einheitliche Batteriekapazität, die für jedes Haus geeignet ist. Ein Haushalt mit einer relativ kleinen Solaranlage und geringem Nachtverbrauch hat andere Speicheranforderungen als ein Haus mit vielen Solarmodulen, einer Wärmepumpe oder einem hohen täglichen Stromverbrauch.
Mit Batteriekapazitäten von 2, 5 und 10 kWh kann Marstek verschiedene Segmente dieses Marktes bedienen.
Dadurch wird auch deutlich, wie schnell sich Plug-in-Heimakkus weiterentwickeln. Während es in dieser Produktkategorie vor einigen Jahren noch vor allem um relativ kleine Akkus mit begrenzter Leistung ging, kommen nun zunehmend Lösungen auf den Markt, die hinsichtlich Kapazität und Möglichkeiten eher den traditionellen Heimakkusystemen ähneln.
Geschwindigkeit der Produktentwicklung
Was während unserer zweitägigen Besuche bei Marstek deutlich wurde, ist die Geschwindigkeit, mit der das Unternehmen neue Produkte entwickelt.
In einem Markt, der sich derzeit besonders schnell verändert, ist Marstek bestrebt, seine Produkte auf der Grundlage neuer Technologien und Erfahrungen aus verschiedenen Ländern kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Dies bringt eine interessante Dynamik mit sich. Die Hardware wird leistungsfähiger, die Akkukapazitäten steigen, und gleichzeitig gewinnt die Software zunehmend an Bedeutung für die letztendliche Leistungsfähigkeit einer Heim-Batterie.
Für Verbraucher geht es nämlich nicht nur darum, wie viele kWh in eine Batterie passen. Mindestens ebenso wichtig ist, wie gut das System erkennt, wann Energie gespeichert werden muss, wann sie genutzt werden soll und wie das System mit dem übrigen Energieversorgungssystem eines Haushalts zusammenarbeitet.
Von Shenzhen in die Niederlande und nach Belgien
Für Off Grid Power Station sind Besuche an Produktionsstandorten von besonderem Wert. Dadurch gewinnen wir einen besseren Einblick in die Unternehmen und Prozesse, die hinter den Produkten stehen, die wir täglich an unsere Kunden liefern.
Gleichzeitig bieten diese Besuche die Möglichkeit, Erfahrungen aus den Niederlanden und Belgien direkt mit dem Hersteller zu besprechen.
Die Kombination aus dem neuen Hauptsitz, den Produktionsstätten und den drei neuen Venus-Modellen verdeutlichte uns, welche Ziele Marstek für die kommende Zeit verfolgt.
Wir danken Daisy Jiang und dem gesamten Team von Marstek Energy für die Einladung, die Gastfreundschaft und die wertvollen Gespräche während unseres Aufenthalts in Shenzhen.
Wir freuen uns darauf, die weiteren Entwicklungen von Marstek zu verfolgen und unseren Kunden in Kürze auch die Modelle Venus E Mini, Venus E 4.0 und Venus E MAX vorstellen zu können.




