Was genau macht eine Hausbatterie?
Eine Heimbatterie speichert Strom, den Sie zu einem späteren Zeitpunkt nutzen können. Wenn Sie über Solarmodule verfügen, speichert die Batterie den Strom, den Sie tagsüber erzeugen, aber nicht sofort verbrauchen. Am Abend, wenn die Sonne untergegangen ist und Ihr Stromverbrauch gerade steigt, nutzen Sie diesen gespeicherten Strom anstelle von teurem Strom aus dem Netz.
Es gibt zwei Haupttypen. Eine Plug-in-Heim-Batterie lässt sich einfach an eine Steckdose anschließen und ist schnell zu installieren, verfügt jedoch über eine geringere Kapazität. Ein fest installiertes System wird von einem Installateur an Ihren Zählerschrank angeschlossen und bietet mehr Leistung sowie Erweiterungsmöglichkeiten, darunter häufig auch Notstromversorgung bei einem Stromausfall. Welcher Typ die größten Vorteile bietet, hängt von Ihrem Verbrauch ab und davon, was Sie mit dem System erreichen möchten.
Die wichtigsten Vorteile einer Heim-Batterie
Mehr von Ihrem eigenen Solarstrom nutzen
Ohne Batterie speisen Sie überschüssigen Solarstrom ins Netz ein, oft gegen eine geringe Vergütung. Mit einer Batterie nutzen Sie diesen Strom selbst, und zwar genau dann, wenn Sie ihn benötigen. Ein Haushalt mit beispielsweise zehn Solarmodulen und einer 5-kWh-Batterie kann einen Großteil des Abendstroms aus eigener Erzeugung decken, anstatt ihn aus dem Netz zu beziehen.
So sparen Sie Energiekosten
Da Sie mehr selbst erzeugten Strom nutzen, beziehen Sie weniger Strom zum regulären Tarif. Bei einem dynamischen Energievertrag geht dieser Vorteil noch weiter: Sie laden die Batterie auf, wenn Strom günstig oder sogar negativ bepreist ist, und nutzen diesen Strom dann wieder zu Zeiten, in denen der Preis hoch ist. Diese Differenz kann erheblich ausfallen, insbesondere angesichts der Preisschwankungen, die derzeit auf dem Energiemarkt zu beobachten sind.
Weniger Abhängigkeit von Ihrem Energieversorger
Mit im Haus gespeichertem Strom sind Sie weniger anfällig für Preisspitzen und Versorgungsunsicherheiten. Sie entscheiden selbst, wann Sie Strom aus dem Netz beziehen und wann Sie auf Ihren eigenen Vorrat zurückgreifen.
Notstromversorgung bei einem Stromausfall
Einige fest installierte Systeme schalten automatisch auf Notstrom um, sobald der Netzstrom ausfällt. So bleiben Ihre Beleuchtung, Ihr Kühlschrank und andere grundlegende Geräte in Betrieb. Bitte beachten Sie: Dies gilt nicht für jedes System. Viele Plug-in-Akkus bieten keine vollständige Notstromversorgung; überprüfen Sie dies daher stets, bevor Sie diesen Vorteil als gegeben annehmen.
Beiträge zu einem stabileren Stromnetz
An Orten mit Netzüberlastung kann eine Heim-Batterie dazu beitragen, Spitzen bei Angebot und Nachfrage auszugleichen. Der Effekt ist in der Regel am größten, wenn Batterien gemeinsam genutzt werden, beispielsweise innerhalb eines Stadtviertels oder einer Energiegemeinschaft. Als einzelner Haushalt spüren Sie diesen Vorteil daher weniger unmittelbar als die Einsparungen auf Ihrer eigenen Rechnung.
Nachhaltigerer Stromverbrauch
Je mehr selbst erzeugten Strom Sie selbst verbrauchen, desto weniger Strom wird aus dem Netz benötigt, der häufig noch aus fossilen Quellen stammt. Eine Heim-Batterie erhöht somit den effektiven Nutzen Ihrer Solarmodule.
Nachteile, die Sie bei Ihrer Abwägung berücksichtigen sollten
- Anschaffungskosten, die sich zunächst amortisieren
- Weniger rentabel, solange die Verrechnung noch gilt
- Plug-in-Systeme bieten in der Regel keine vollständige Notstromversorgung
- Der Vorteil hängt stark von Ihrem Verbrauchsverhalten und Ihrem Energievertrag ab
Wann bietet eine Heim-Batterie den größten Nutzen?
Nicht jeder Haushalt profitiert in gleichem Maße von einer Heim-Batterie. Folgende Faktoren bestimmen, wie groß Ihr Nutzen ist:
- Solarmodule und Stromerzeugung. Ohne Solarmodule bietet eine Batterie vor allem Vorteile durch einen dynamischen Vertrag, nicht durch eigene Stromerzeugung.
- Verbrauchsverhalten. Sind Sie tagsüber zu Hause und verbrauchen Sie Strom genau dann, wenn Sie ihn selbst erzeugen, ist der Vorteil einer Batterie geringer als bei einem Haushalt, der Strom vor allem abends verbraucht.
- Art des Energievertrags. Bei einem dynamischen Vertrag profitieren Sie von den Preisunterschieden im Laufe des Tages. Bei einem Festpreisvertrag gibt es diesen Vorteil nicht.
- Die Nettoabrechnung. Solange die Net Metering-Regelung noch (teilweise) gilt, verrechnen Sie den zurückgespeisten Strom bereits zu einem günstigen Tarif. Eine Batterie ist dann weniger rentabel als später, wenn die Net Metering-Regelung weiter abgebaut wird und die Einspeisung weniger einbringt.
- Netzüberlastung in Ihrer Region. In Gebieten mit begrenzter Netzkapazität kann eine Batterie dazu beitragen, Ihre Rückspeisung zu begrenzen, was in manchen Situationen erforderlich ist, um Beeinträchtigungen zu vermeiden.
Kurz gesagt: Lohnt sich eine Heim-Batterie? Das hängt stark von Ihrer individuellen Situation ab. Für den einen macht sich der Unterschied in der Jahresabrechnung bemerkbar, für den anderen wiegt die Investition die Einsparungen noch nicht auf. Zumindest nicht, solange die Verrechnung noch in Kraft ist.
Plug-in oder fest installiertes System: Welcher Vorteil passt zu Ihnen?
Eine steckbare Heim-Batterie ist ein einfacher erster Schritt. Sie können sie selbst installieren, die Investition ist geringer und Sie werden bei einem durchschnittlichen Verbrauchsverhalten schon bald Vorteile feststellen. Ein fest installiertes System erfordert zwar eine höhere Investition und die Installation durch einen Fachmann, bietet jedoch mehr Kapazität, Erweiterungsmöglichkeiten und häufig auch eine Notstromfunktion. Für größere Haushalte oder Wohnhäuser mit vielen Solarmodulen bietet ein fest installiertes System in der Regel mehr Vorteile, ganz einfach, weil mehr Strom gespeichert und genutzt werden kann.
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